Nachdem die dritte Mannschaft im Achtelfinale knapp mit 3:2 gegen die Zweitvertretung gewinnen konnte verzichtete diese krankheits-/urlaubsbedingt auf die Teilnahme an der Endrunde. Folge davon war eine komplett neue Mannschaftszusammenstellung für die Kreispokalendrunde. Dazu kam die Tatsache, dass zwei Wochen Trainingspause aufgrund der Weihnachtsferien einige Abläufe haben einrosten lassen. Schon vor dem ersten Spiel war das oberste Ziel Stabilität zu forcieren.
Im ersten Spiel gegen den Bezirksligisten TV Rüggeberg gelang dies angemessen. Dabei konnte sich das Team zur Mitte des Satzes schrittweise absetzen und einen Vorsprung von drei bis vier Punkten erspielen. Der durchaus komfortable Vorsprung von 17:11 wurde nach hinten hin konsequent gehalten und der Satz sicher zu Ende gespielt. Im zweiten Satz zeichnete sich ein ähnliches Bild. Trotz mehrerer Spielerwechsel und Veränderungen in der Startaufstellung gelang es dem Gegner kaum offensive Aktionen zu setzen. So waren frühe Führungen von 12:5 und 19:10 die logische Konsequenz. Zum Ende hin waren die Höntroper Jungs hier nicht ganz so konzentriert wie im ersten Satz, sodass mit 25:21 ein etwas knapperer Satz- und Spielgewinn zu Buche stand.
Aufgrund des Turniermodus und der begrenzten Verfügbarkeit von Hallen ergab sich bis zum Halbfinale eine Pause von 5(!) Stunden in welcher die Konzentration und Spannung auf natürliche Weise stark abfiel. Gegner im Halbfinale war der Baukauer TC, noch bekannt aus vergangenen Spielzeiten, welcher punktuell mit starken Spielern ausgestattet war. Im ersten Satz legte der TBH voller Tatendrang los, führte schnell 8:1 und konnte diese Führung recht lange halten. Beim 24:19 waren die Spieler gedanklich aber schon im zweiten Satz und schafften es erst den fünften Satzball zu verwandeln. Im zweiten Satz stellte sich der TB Höntrop nach einigen taktischen Anweisungen allerdings besser auf den Baukauer TC ein. Dieser wurde zum überwiegenden Teil von einem Außenangreifer getragen, welcher sicher eine Klasse über dem Niveau des Gegners spielt. Mit deutlich mehr Druck im Aufschlag und einigen daraus folgenden Assen stellte sich schnell eine Führung ein. Dieses Mal blieb das Team weiter auf dem Gaspedal und ließ hier nicht locker. Auch die eigene Blockarbeit konnte die gegnerischen Angriffe zunehmend entschärfen und so fand der BTC zunehmend weniger Lösungen in der Offensive. Mit 25:11 sicherte sich das Team verdient den Einzug ins Finale.
Dort wartete die erfahrene Stadtligamannschaft des SVE Grumme. Mit vielen ehemaligen Ober- und Verbandsligaspielern ein echter Gegner. Dabei verliefen beide Sätze recht ähnlich. Ein ausgeglichener Beginn gefolgt von vermehrt auftretender Unruhe welche zu vielen Eigenfehlern führte. Dabei gelang es an vielen Stellen nicht die eigenen Stärken auszuspielen. Eine zu schnelle und aufgeregte Spielweise war hier nicht der Schlüssel zum Erfolg, da der erfahrene Block des Gegners den Höntroper Angriff vor einige schwierige Aufgaben stellte. Dabei machte sich zunehemnd bemerkbar, dass mit Bjarne und Joscha nur zwei etatmäßige Außenangreifer zur Verfügung standen. Hier wäre eine Alternative, um eine Veränderung im eigenen Rhythmus herbeizuführen wichtig gewesen. Mit 17:25 und 20:25 zwei Satzverluste und somit dieses Jahr nur Vizepokalsieger. Glückwunsch nach Grumme zum verdienten Pokalsieg.
Da der SVE Grumme als Stadtliga-Team im bezirkspokal nicht startberechtigt ist rücken die Höntroper als Zweiter nach. Die Auslosung hat dabei ein Heimspiel gegen den Landesligisten SV Westfalia Rhynern. Das Spiel wird Ende Januar stattfinden.
Trainerkommentar: "Das Viertel- und Halbfinale waren heute Pflichtaufgaben die wir im Großen und Ganzen unter Berücksichtigung der Umstände ordentlich gelöst haben. Im Finale zeigte sich dann die unzureichende Kadertiefe auf der Außen-Position und die fehlende Klarheit im eigenen Spielaufbau. Für die kommenden gemeinsamen Auftritte der zweiten und dritten Mannschaft wird es Aufgabe sein die Spieler beider Mannschaften so effektiv wie möglich einzusetzen und gleichzeitig eine optimale Förderung der einzelnen Spielern zu erreichen."




