Nachdem Sendenhorst sehr schlecht in die Saison gestartet war, hatten sie in den letzten Wochen einen leichten Aufwärtstrend, welcher auch am Sonntag zu bemerken war. Sendenhorst konnte sich keine klare Niederlage erlauben, denn dann wäre der Abstand auf die Nicht-Abstiegsplätze bereits zum Start der Rückrunde sehr groß gewesen. Leichte Unsicherheiten waren ihnen anzumerken, jedoch überwog bei unserem Gegner der Wille, sich selbst aus der fatalen Tabellensituation zu befreien.
Uns hingegen gelang in den ersten beiden Sätzen wenig bis gar nichts. Viele leichte Eigenfehler, einige Ungenauigkeiten und insgesamt zu wenig Bewegung waren auf unserer Seite des Netzes vorherrschend. Wir gingen somit völlig zurecht 0:2 in Rückstand. Vor dem Spieltag hatten wir sieben Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Das Ziel war es diesen auf möglichst zehn Punkte auszubauen, wenn denn auch die anderen Ergebnisse stimmten. Dies war nach dem zweiten Satz bereits nicht mehr machbar, wir warfen aber noch einmal alles rein, um das zum dem Zeitpunkt noch bestmögliche Ergebnis rauszuholen.
Es gelang uns ab dem dritten Satz, unseren Rhythmus zu finden und uns irgendwie wieder ins Spiel zu kämpfen. Tatsächlich könnte man sagen, wir haben dann angefangen wirklich Volleyball zu spielen. Wir stabilisierten uns in jedem Element und konnten mehrere Erfolgserlebnisse verbuchen. Die Köpfe gingen wieder hoch und uns gelang in der Folge mehr. Wir waren also jetzt auch im Spiel angekommen, wenn auch etwas spät. Wir erkämpften uns den dritten Satz und überzeugten auf ganzer Linie im vierten Satz.
Es hieß also zum 5. Mal in dieser Saison: Tie-Break. Es war ein offener Schlagabtausch, jedoch machten wir am Ende die berühmten zwei Fehler zu viel und wir verloren erneut einen fünften Satz. Nach der Leistung in den ersten zwei Sätzen dürfen wir uns jedoch nicht beschweren. Wichtig ist, dass die Mannschaft Moral gezeigt hat und sich wieder ins Spiel gebracht hat. Das war nicht selbstverständlich und zeugt dann doch von Qualität. Wir müssen es jedoch irgendwie hinbekommen, diese Qualität öfters das gesamte Spiel zu zeigen. Wir holen einen wichtigen Punkt und verbleiben zum Jahreswechsel mit fünf Punkten Vorsprung zum Relegationsplatz. Jetzt heißt es regenerieren, die erste Saisonhälfte analysieren und dann im neuen Jahr mit neuer Energie in die wichtigen Spiele zu gehen.













