Seit 1987 gibt es beim TB Höntrop bereits ein weibliches Volleyballteam. 

Trainingszeiten: 
Dienstag

20:00-22:00

Donnerstag

20:00-22:00

Segment 1 (links)
Am ersten Spieltag mit einem Heimspiel in die Saison zu starten ist für jedes Team optimal. Zu Gast war der Tabellenzweite der vergangenen Saison aus der anderen Verbandsliga-Staffel.

 

Es war also bereits im Vorfeld ein Spiel mit hohem Niveau zu erwarten. Allerdings ist die personelle Situation der ersten Mannschaft aktuell etwas kompliziert. Seit längerer Zeit ist klar, dass uns Donika (in Australien) und Elena (in Russland) erst ab Dezember oder vielleicht noch später erst wieder unterstützen werden. Auch Franzi wird erst im November wieder im Ligabetrieb eingreifen können, da sie bis dahin in Hamburg ein Praktikum absolviert. Somit fallen zum Saisonbeginn gleich drei potentielle Startsechs-Kandidaten aus. In der Vorbereitung haben wir natürlich an verschiedenen Schrauben gedreht, um diese Ausfälle so gut es geht kompensieren zu können. Als erste Maßnahme wurde Dana von der Libero-Position zurück ins Zuspiel befördert, was sie in der letzten Saison bereits aushilfsweise gemacht hat. Für die Libero-Position haben wir Marie aus der dritten Mannschaft hochgezogen, die ihre Sache im Training Woche für Woche besser machte. Außerdem haben wir als zweiten Libero Monse hinzugewonnen, welche letztes Jahr noch als Austauschschülerin aus Costa Rica bei uns mittrainierte und jetzt doch länger in Deutschland bleiben möchte. Die temporären Verluste auf den Außenpositionen mussten natürlich ebenfalls kompensiert werden. Mit Sarah (gekommen aus Vogelsang) und Laura (nach Baby-Pause zurück) haben wir zwei Spielerinnen dazugewonnen, welche diese Aufgabe erfüllen können. Außerdem wechselt auch Caro die Position und spielt nun auf der Außen-Annahme-Position und nicht mehr als Libero.

Also viele viele Änderungen und personelle Umstellungen. Nun war die große Aufgabe aus allen Spielerinnen eine funktionierende Mannschaft zu formen. Nach intensiven Wochen der Vorbereitung haben wir bei unseren zwei Vorbereitungsturnieren gut abgeschnitten. Jedoch war immer wieder zu sehen, dass es an der ein oder anderen Stelle noch an der Abstimmung scheiterte und noch nicht alle Abläufe im Spiel reibungslos funktionierten. Es wurde jedoch Woche für Woche besser und sowas braucht eben auch Zeit. Unter diesen Voraussetzungen sind wir also in unser erstes Spiel der Saison gegangen. Gegen Gelsenkirchen haben wir bereits im ersten Vorbereitungsturnier 1:1 gespielt. Somit war auch am ersten Spieltag ein enges Spiel zu erwarten. So lautete die Ansage vor dem Spiel: "Wir haben nichts zu verlieren. Wir sind nicht in der Pflicht gegen eine eingespielte Top-Mannschaft drei Punkte zu holen. Macht euch keine Gedanken und habt Spaß."

So starteten wir befreit in den ersten Satz und ließen den Gelsenkirchenerinnen keine Chance. Mit sehr viel Aufschlagdruck und Präzenz in der Block-Abwehr ließen wir dem Gegner keine Chance Druck auf uns aufbauen zu können. Besonders Joana glänzte im ersten Satz mit einer Angriffsquote von 100%. Aber auch der Rest der Mannschaft war sehr präsent und hat nie den Einrduck aufkommen lassen, dass Gelsenkirchen irgendwie ins Spiel kommen könnte.

Im zweiten Satz sah das Ganze dann leider etwas anders aus. Nachdem wir den Gegner im ersten Satz dominieren konnten und gemerkt haben, zu welchen Leistungen wir mit dieser Mannschaft bereits in der Lage sind, ging uns die Leichtigkeit in all unseren Spielaktionen verloren. Der Druck Punkte zu holen war plötzlich da und das war dann auch in den Köpfen aller Spielerinnen. Wir starteten nicht mehr so stark in den zweiten Satz, da wir nicht mehr den Druck aus dem ersten Satz erzeugen konnten. Gelsenkirchen stellte sich in der Block-Abwehr nun deutlich besser auf Joana ein, die in der Folge dann nicht mit jedem Schlag einen direkten Punkt erzielen konnte. Außerdem spielte ab dem zweiten Satz der zweite Libero Gelsenkirchens und ein weiterer Wechsel auf der Außen-Annahme brachte dann letzten Endes mehr Stabilität in Gelsenkirchens Defensive. Es war nun ein Spiel auf Augenhöhe. Jedoch waren wir immer zwei drei Punkte hinten und konnten diesen Abstand bis zum Satzende nicht verringern. Somit stand es 1:1 nach Sätzen.

Es hieß also Neustart. Wir versuchten den Druck aus den Köpfen herauszubekommen und wollten den dritten Satz wie den ersten Satz starten. Das gelang uns leider nicht und wir offenbarten unsere Abstimmnungsprobleme, welche wir in den ersten zwei Sätzen noch kaum zum Vorschein haben kommen lassen. So kassierten wir gleich mehrere Aufschlagpunkte des Gegners und lagen bereits nach einigen Minuten mit 2:8 hinten. Es ging nun allmählich auch die Körpersprache verloren. So brachten wir Laura in der Mitte vom dritten Satz auf die Außen-Annahme ins Spiel. Sie brachte mit ihrer positiven Art wieder mehr Stimmung aufs Spielfeld und wir fanden wieder zurück ins Spiel. Allerdings konnten wir den anfangs verschuldeten hohen Rückstand nicht mehr aufholen und verloren auch den dritten Satz.

Der mentale Druck wurde ab jetzt natürlich nur noch größer und die Mannschaft stand zum ersten Mal in dieser Saison vor einer schwierigen Situation. Es war also eine Charakterfrage jetzt nochmal ins Spiel zurückzukommen. Wir starteten wieder relativ gleichauf mit Gelsenkirchen in den Satz. Wir gerieten mehrmals drei vier Punkte in Rückstand, aber holten diesen immer wieder auf. Das Team hat sich kollektiv sehr reingehangen und alles gegeben, um zumindest noch einen Punkt zu Hause zu behalten. Dies geland am Ende jedoch leider nicht. Die Gelsenkirchenerinnen haben sich nach dem ersten Satz gut wieder gefangen und gezeigt, warum sie im letzten Jahr eins der Spitzenteams in der Verbandsliga waren. Wir haben trotz der 1:3 Niederlage einen sehr starken ersten Satz gespielt und danach eine kämpferische Leistung aufs Feld gebracht, welche allerdings qualitativ nicht ausreichte, um Gelsenkirchen schlagen zu können.

Ich bin mir sehr sicher, dass dieses Spiel in der Rückrunde anders ausgehen wird. Die Mannschaft hat in den letzten Wochen gut entwickelt und im ersten Satz gezeigt, wozu sie bereits fähig ist. Es gilt die mentale Stärke des Teams weiter zu fördern.Alles was sonst noch fehlt, ist ganz einfach das Selbstverständnis auf dem Feld. Unsere Spielerinnen müssen noch ein paar Mal mehr zusammenspielen, damit jede von der anderen weiß, was sie macht, welchen Ball sie nimmt, wie sie sich bewegt und wozu jede einzelne Spielerin in der Lage ist. Wenn diese Abstimmungen besser funktionieren und das Team noch weiter zusammengewachsen ist, dann bin ich sicher, dass wir eine Mannschaft wie Gelsenkirchen schlagen können. Am Samstag geht es dann nach Sopresee. Dort sollen dann die ersten Punkte der Saison geholt werden.


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