Auf Kreisebene werden Nachwuchsspielerinnen für die ersten beiden Mannschaften ausgebildet.

Trainingszeiten: 
Dienstag

18:30-20:00

Frauen 3 & wU18
Donnerstag

18:00-20:00

Segment 2 (rechts)
Zum vorletzten Spieltag reiste die dritte Damenmannschaft abermals mit nur 8 Spielerinnen.

Selten konnte das Trainerteam während der Saison aus den Vollen schöpfen und damit die Spielstärke der Mannschaft demonstrieren. So auch an diesem sonnigen Sonntag in Sprockhövel.

Die Sonne spielte auch direkt zu Beginn eine Rolle. Leicht verwundert fragte sich das Trainerteam, heute bestehend aus Dana Zirwes und Co-Trainerin Elena Schmitz, warum die Gastgeber einen Seitenwechsel bei der Auslosung bevorzugten, schoben dies aber auf die Sonne, die auf der einen Seite die Spielerinnen blendete. Etwas nachlässig ignorierte das Trainerteam diesen Umstand, jedoch auch deshalb, weil an der einen Spielfeldseite klare Fenster angebracht waren. Dazu später mehr.

Bereits im Hinspiel tat sich das Team aus Höntrop schwer gegen den Neuling der Liga und auch diesmal sollte es nicht anders kommen. Hoch motiviert, jedoch etwas hektisch startete das junge Team in den ersten Satz und lag immer wieder mit einigen Punkten zurück. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten fand man dann aber gut ins Spiel. Dina Efendiyeva überzeugte nach langer Verletzung mit starken Aufschlägen und Libero Julia Baß konnte den gesamten Tag über die Abwehr und Annahme hervorragend steuern und somit einen gelungenen Spielaufbau gewährleisten. Denkbar knapp (23:25) verlor der Höntroper Nachwuchs dennoch den 1.Satz.

Zum Seitenwechsel dann eine kuriose Szene: der etwas ältere Trainer der Heimmannschaft schloss plötzlich die Fenster, die zuvor die Sonne hindurchgelassen hatten. Mittlerweile sichtbar verwundert sah das Trainerteam nach oben und sah erst jetzt, dass diese Fensterreihe gar nicht klar war, sondern aus Milchglas bestand und einzeln nach innen geöffnet werden konnte, so dass die tiefstehende Sonne ihren Weg in die Halle fand. Der ältere, unscheinbar wirkende Herr schloss jetzt die linke Reihe der Fenster UND öffnete die rechte Seite der Fenster, so dass die Höntroper WIEDER in die Sonne schauen würden! Julia Baß schaltete deutlich schneller als alle anderen, konnte man einfach nicht fassen, was gerade passiert, und fragte, warum er die Fenster nun öffnete. Frei nach dem Motto: "Wer sich dumm stellt, kommt gut durchs Leben" reagierte der gegnerische Trainer "charmant" und sagte, dass er Julia doch jeden Wunsch von den Augen ablesen würde und natürlich gerne die Fenster schließen könne. Er dachte, wir wollten etwas frische Luft genießen.

"So eine grobe Unsportlichkeit habe ich selten erlebt. Der Trainer des Schiedgerichts empfand die Situation ebenso wie ich als absolut unverschämt. Ich ärgere mich, dass ich nicht schneller reagiert, mir die Halle vorher genau angesehen und das in den Spielberichtsbogen eingetragen habe. Das ist keine Aktion die aus einer Emotion heraus geschieht, sondern das war absolute Berechnung und ist mehr als unsportlich. Letztendlich habe ich als Trainerin daraus gelernt, dennoch kann ich so ein Verhalten einfach nicht verstehen. Ich versuche den Kindern stets Fairness zu vermitteln und wir werden im Gegenzug immer wieder mit solchen Situationen konfrontiert."

Bewundernswerterweise fanden die Höntroper Mädels trotzdem konzentriert in den zweiten Satz und zeigten, wie gut sie in den letzten Wochen gearbeitet haben. Sehr deutlich dann auch das Ergebnis (25:18).

Der dritte Satz ging dann leider an den VfL Gennebreck (9:15), jedoch nicht ohne starken Kampfgeist auf Höntroper Seite. Ein etwas versierteres Schiedsgericht (die Mädels waren ca. 12 Jahre alt) hätte mit Sicherheit den ein oder anderen Netzfehler oder auch das technisch unbedachte Spiel der Gegnerinnen (die Handball-WM fand im gegnerischen Team scheinbar große Fans) unterbrochen.

Nichtsdestotrotz hatten die Höntroperinnen es selber in der Hand und haben ihr Spiel nicht konsequent zu Ende gespielt. Mit Sicherheit lag es auch daran, dass die ein oder andere Spielerin noch erkältungsgeschwächt war und auch kein sinnvoller Wechsel möglich war. Dennoch wurden die Köpfe nicht hängen gelassen und es wurde im zweiten Spiel des Tages gegen Schwelm V gezeigt, wie variabel die Spielerinnen mittlerweile sind. "Ich bin richtig stolz darauf, dass mittlerweile fast jeder im Team mehrere Positionen bedenkenlos abdecken kann. Das gibt uns viele Möglichkeiten taktisch umzustellen. Durch die konzentrierte Leistung im zweiten Spiel konnten wir nochmal vieles ausprobieren und beweisen, was in uns steckt." Mit viel Spaß und einen engagierten Einsatz von jeder Spielerin führte das zu einem ungefährdeten 2:0 Sieg (-15, -16).

Jede hat heute zu einem tollen Spieltag beigetragen, jedoch haben vor allem die drei Zuspielerinnen eine grandiose Leistung abgerufen. Lotta Surwehme hat zur richtigen Zeit die nötige Ruhe ins Spiel gebracht und tolle Blocks gesetzt. Das führte dazu, dass sie als Mittelblockerin im zweiten Spiel startete und hier ihre unfassbare Überlegenheit am Netz demonstrieren konnte. Die Angreiferinnen konnten auch dank des engagierten und dennoch ruhigen Zuspiels vom "schnellsten Kind der Welt" (Amelie Armbrust) und von Youngster Isabella Savchenko oftmals sehr gut in Szene gesetzt werden. "Es ist unglaublich was Amelie und Isabella heute abgerufen haben, egal ob im Block, der Abwehr oder im Zuspiel. Beide haben eher wenig Spielerfahrung, was man heute aber überhaupt nicht gesehen hat. Isabella hat heute erst ihren dritten Spieltag bestritten und uns von Anfang bis Ende absolut begeistert. Denn nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch als Auswechselspielerin hat sie das Team toll unterstützt. Insgesamt macht es uns als 3er-Trainergespann (Joana Schmidt, Spielerin der Damen 1 und Sportstudentin, unterstützt seit einigen Wochen zusätzlich das Training als Co-Trainerin und leistet mit ihrem wissenschaftlichen Hintergrund und neuen Ideen einen tollen Beitrag zum Training) unglaublich viel Spaß mit dem Team zu trainieren und unterwegs zu sein. Trotz des Altersunterschieds werden wir langsam aber sicher zu einem tollen Team, dass sich aufeinander verlassen kann und gut zusammen hält. Das anfangs locker gesteckte Ziel (Relegationsplatz) haben wir zwar nicht erreicht, aber wir waren einfach noch nicht so weit und waren auch im Laufe der Saison vom Verletzungs- und Krankheitspech geplagt. Dennoch haben sich im Laufe des Jahres alle toll entwickelt. Einige Spielerinnen bekommen sogar ab und zu die Chance am Verbandsliga-Training der 1.Damen teilzunehmen, das ist ein tolles Lob für uns und macht uns richtig stolz auf Euch!" (Dana, Elena und Joana)